Buchreview: Fujifilm X-Photographers – Vom Fotografieren mit dem Fujifilm X-System

Buchreview: Fujifilm X-Photographers – Vom Fotografieren mit dem Fujifilm X-System

Was haben die sechs Berufsfotografen Martin Hülle, David Klammer, Thorsten Rother, Peter Steffen, Bertram Solcher und Christian Ahrens gemeinsam? Inhaltlich und ästhetisch auf den ersten Blick nicht sehr viel!
Und doch…alle fotografieren sie mit einer Fujifilm-Kamera aus dem X-System.

Dazu hat der Fachverlag Franzis unter dem Namen „Fujifilm X-Photographers – Vom Fotografieren mit dem Fujifilm X-System“  auf  320 Seiten eine ziemlich unkonventionelle Publikation auf den Markt gebracht.
Während das Buch von außen auf den ersten Blick wie ein überdimensioniertes Kamerahandbuch erscheint, verrät der rückseitige Klappentext unmittelbar, dass den Betrachter etwas weitaus interessanteres erwartet.

Spätestens beim Durchblättern wird die Mixtur deutlich: das Buch macht den Spagat zwischen einem feinen Bildband auf der Einen und einer begeisternden Einführung in die Technik des X-Systems auf der anderen Seite. Dazwischen überzeugen die sechs Biografien der Fotografen, die nacheinander verschiedene Facetten der professionellen Fotografie beleuchten und Einblicke in die spezialisierten Arbeitsalltage liefern.

Die einzelnen Bereiche Landschaft, Reportage, Porträt, Motorsport, Medizin und Corporate werden von den Fotografen zusammen mit Ulrich Dorn und Jörg Schulz auf einer sehr persönlichen und erzählerischen Ebene bearbeitet. So entsteht trotz des Umfangs nicht der Eindruck einer oberflächlichen Auseinandersetzung mit den einzelnen Teilbereichen der Fotografie. Die bildgewaltigen Beiträge sind unter anderem mit Interviews, authentischen Technik-Reviews und kleinen Kamerahacks abwechslungsreich bespickt.

 

Insgesamt sind die Texte auch auf den letzten Seiten trotz des großen Buchformats sehr angenehm zu lesen, einzig die Druck- und Papierqualitäten wirken nicht 100%ig überzeugend. Dünne Seiten, ein etwas zu hoher Farbauftrag und Wellen im Papier trüben aber in keiner Weise die hervorragenden Bilder, die die Fotografen präsentieren. Das eigentlich Wichtige, die Fotografien, dominieren das Auge und lassen den Druck in den Hintergrund treten.

Ich persönlich hätte mir gerade im Layout der Bilder etwas mehr Spiel gewünscht, um die vielen Eindrücke nach längerer Blätterei immer noch frisch zu halten.

Rundum bietet das Buch ein sehr gelungenes Konzept, das hier eben nicht nur für Fuji-Neulinge aufgeht. Meine anfängliche Skepsis wich zunehmend dem begeisterten Durchblättern. Die weit gefächerten fotografischen Bereiche, die das Buch aufgreift, spiegelt die Vielseitigkeit in der Anwendung der X-Kamerafamilie und erklärt den Erfolg des Systems.

 

 

Wenn euer Interesse am Buch geweckt ist, empfehle ich euch David Klammer über info(at)davidklammer(dot)com eine kurze Mail zu schicken.

Das Buch kostet im Handel 49,95€, bei David erhaltet ihr das Porträt von ‚Marissa‘ als signierten A4 Print aus seiner Auroville-Serie noch oben drauf.

Oder ihr schaut nächste Woche Donnerstag beim OpenTable vorbei, wo das Buch ebenfalls ausgelegt sein wird!

Bis dahin,
Joshua

 

Marissa aus der Serie Auroville

 

 

 

Links:

Das Buch im Franzis Onlineshop

 



1 thought on “Buchreview: Fujifilm X-Photographers – Vom Fotografieren mit dem Fujifilm X-System”

  • Hallo Joshua,
    vielen Dank für Deine differenziert-positive Rezension! Das Buch zu schreiben hat richtig Spaß gemacht, und es ist einfach cool, dass es jetzt auch wirklich haptisch und physisch EXISTIERT!
    Viele Grüße und bis kommenden Donnerstag
    Christian

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